Die rasante Entwicklung des Internet hat die Computerlandschaft deutlich verändert. In der „Vor-Internet-Zeit“ waren meist nur PC-basierte Anwendungen und Großrechner im Einsatz. Dabei handelte es sich meist um allein arbeitende Systeme, die ihre Aufgaben allein erledigt haben. Mit der Verbreitung von Computern und Internet-Zugängen hat sich diese Situation vollständig geändert.
Glaubt der Surfer im Internet, nur mit dem Web-Server zu kommunizieren, so steckt hinter dem Web-Server noch eine Vielzahl anderer Rechner. Neben Datenbank- und Application-Servern können dies auch Anwendungen und Systeme sein, die schon seit Jahren oder Jahrzehnten in Unternehmen im Einsatz sind. Aber auch neue Programme werden heute nicht mehr als Einzelanwendungen erstellt, sondern sind in die bestehende Computerlandschaft zu integrieren. So muss beispielsweise ein neuer Internet-Shop auf die Produktdatenbank zugreifen; Bestellungen müssen sofort an das System zur Auftragsverwaltung weitergegeben werden und der Gesamtpreis der Bestellung ist sofort vom Konto der Kunden abzubuchen. Intelligente Agenten erfüllen im Internet selbständig Aufgaben und müssen dabei mit verschiedenen Anwendungen und Systemen kommunizieren.
In der Zukunft werden Anwendungen nicht allein über das Internet sondern auch mobil kommunizieren. Dadurch, dass aber nicht immer eine Verbindung zum Internet vorhanden ist, entstehen zusätzliche Probleme und Aufgaben, die es zu meistern gilt. Als weiterer Trend stellen dezentrale Strukturen, wie zum Beispiel Peer-to-Peer-Netze, neue Anforderungen an die Informatik.
Studentinnen und Studenten des Network Computing werden sich insbesondere mit verteilten Anwendungen und Systemen beschäftigen. Internet-Architekturen, Web-Services, Web- und Mobile Computing und Sicherheitstools werden ihnen ebenso vertraut sein, wie verteilte Programmierumgebungen, verteilte Algorithmen, Netzwerkgrundlagen und verteilte Datenbanken.
In den Vorlesungen, Übungen, Praktika und Projekten der Studienrichtung Network Computing werden Studierende Kenntnisse und Fähigkeiten auf den folgenden Gebieten erwerben:
Wahlpflichtmodule können aus einem modernen und ständig aktualisierten Angebot ausgewählt werden. Durch interdisziplinäre Angebote wie Rhetorik und Präsentationstechnik, Recht, Informatik und Gesellschaft und ein insgesamt projektorientiertes Studienangebot soll den Absolventen der Einstieg in das Berufsleben erleichtert werden.
Die Karrierechancen der Absolventinnen und Absolventen dieses Profils sind hervorragend. Sie verfügen sowohl über allgemeine Kenntnisse der Software-Entwicklung als auch über die Spezifika der Entwicklung von netzbasierten und verteilten Systemen. Die Kombination von innovativen Technologien mit einer praxisbezogenen Ausbildung wird von Unternehmen hoch geschätzt. Nach Abschluss ihres anspruchsvollen Studiums bieten sich den Absolventen vielfältige Einsatzmöglichkeiten in der Industrie, im Dienstleistungbereich und in der Verwaltung: