| Studiengang Mikrosystemtechnik und Optische
Technologien (B.Eng.) |
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Der Studiengang vermittelt Kenntnisse und
Fähigkeiten in den High-Tech-Bereichen Mikrosystemtechnik und Optische
Technologien. Diese gehören zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien
des 21. Jahrhunderts. Ohne diese Schlüsseltechnologien wird unser heutiger
hoher Lebensstandard ganz sicher nicht zu halten sein. Ohne die Fähigkeit,
höchstintegrierte mikroelektronische Schaltungen (z.B. "Computerchips")
mit immer kleineren Strukturen zu entwerfen und herzustellen, gäbe es
keine leistungsfähigen Computer, keine Handys, keine Navigationssysteme,
keine "intelligenten" Haushaltsgeräte und keine moderne Medizintechnik.
Die Herstellung moderner mikroelektronischer Systeme erfolgt mittels
anspruchsvoller optischer, chemischer und physikalischer
Strukturierungsmethoden (Lithografietechniken).
Während in den
reinen Mikroelektronikchips alle Signale und Informationen in elektrischer Form
verarbeitet werden, benötigen komplette Geräte wie z.B. Handys
zusätzliche "Kommunikationskanäle" zur Außenwelt. Dies sind
u.a. optische Displays, akustische Spracherkennung oder digitale
Funkverbindungen ("Bluetooth") zu Freisprecheinrichtungen oder Druckern. Alle
Techniken, die es gestatten, in Mikrosystemen neben den rein elektronischen
Funktionalitäten auch optische, mechanische oder sonstige nichtelektrische
Funktionalitäten zu vereinigen, werden unter dem Oberbegriff
"Mikrosystemtechnik" zusammengefasst. Dabei verschwimmen zunehmend die Grenzen
zur sogenannten "Nanotechnik". Auch in heutigen Mikrosystemen sind an vielen
Stellen bereits Nanostrukturen (1 Nanometer = 1 Milliardstel eines Meters)
vorhanden, und die Miniaturisierung geht rasant weiter. Wesentliche
Fertigungsmethoden der Mikrosystemtechnik werden auch in der Nanotechnik
angewendet. Allerdings treten bei immer weiterer Verkleinerung von
Mikrosystemen sehr seltsame Phänome, die sogenannten
"Quantenphänomene" auf, die natürlich von den Ingenieuren
berücksichtigt werden müssen.
In den interkontinentalen
Breitbandnetzen werden die Daten mittels Infrarotlicht aus miniaturisierten
Halbleiterlasern übertragen. Ohne diese optoelektronischen Systeme
wäre die moderne Telekommunikationstechnik und damit das Internet nicht
denkbar. Die Optischen Technologien tragen maßgeblich zum Umweltschutz
bei. Zurzeit findet z.B. eine echte technologische Revolution im Bereich der
Beleuchtungstechnik statt. Dabei wird die Glühbirne in den nächsten
Jahren durch wesentlich effizientere und damit energiesparendere
Halbleiter-Leuchtdioden abgelöst werden.
Der Studiengang
gewährleistet in sieben Semestern eine solide anwendungsorientierte
Ausbildung im Bereich der Mikrosystemtechnik und der Optischen Technologien.
Die FH Brandenburg bietet eine Ausbildung nach dem neuesten Stand der Technik.
Das Studium wird deshalb durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Firmen
und Forschungsinstituten ergänzt. So entstehen die Abschlussarbeiten
meistens in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen oder einem Forschungsinstitut.
Besonderer Wert wird auf die Vermittlung der Fähigkeit zur
selbstständigen Weiterbildung unserer Absolventen gelegt.
Der
Abschlussgrad ist der international anerkannte "Bachelor of Engineering"
(B.Eng.). Das Studium beinhaltet ein Praxissemester, in dem die Studierenden
für drei Monate in einem Forschungsinstitut oder einem
Hochtechnologiebetrieb an Entwicklungsprojekten mitarbeiten. Viele Studenten
lernen hier häufig bereits ihren späteren Arbeitgeber kennen. Nach
Erwerb des Bachelorgrads kann nach drei Semestern der Mastertitel (Master of
Science) erworben werden, der die Voraussetzung für ein Promotionsstudium
(Erwerb des Doktortitels) ist. Voraussetzung für die Zulassung zum Studium
ist die Fachhochschulreife (Fachabitur), die Allgemeine Hochschulreife (Abitur)
oder ein geeigneter Berufsabschluss und Berufserfahrung. Die FH Brandenburg
bietet Vorbereitungskurse für das Studium an.
Interessenten sind
sehr herzlich eingeladen, unsere Hochschule zu besuchen und sich die Labore und
Dozenten einmal "in Aktion" anzusehen. Eine gute Gelegenheit hierfür ist
der jährlich stattfindende "Tag der Offenen Tür" mit
anschließendem Campusfest.
Andere Besuchstermine sind bei
rechtzeitiger Vereinbarung über das Dekanat Technik jederzeit möglich
(Tel.: 03381 355 301, e-mail: dekan-t@fh-brandenburg.de). . |
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