Projekte Möllmann

 

 

1) Entwicklung und Realisierung eines Mikrotechnologiepraktikums

 

Projektleitung:                      Prof. Dr. sc. nat. K.-P. Möllmann,

Mitarbeit:                              Dr. rer. nat. F. Pinno, Dr. rer. nat. T. Trull

S. Wolf

Partner/Kooperation:          Siemens Technik Akademie Berlin                          

Laufzeit:                                18.06.-25.06.2001     

Finanzierung:                       Siemens Technik Akademie

 

Projektbeschreibung:         

Die Siemens Technik Akademie Berlin bildet Industrietechnologen für „Mechatronische Systeme“ aus. Die Mehrzahl der Absolventen dieser Richtung findet ihren späteren Einsatz im Bereich der Mikroelektroniktechnologie, insbesondere bei Infineon Technologies in Dresden. Aufgrund dieser Ausrichtung und der stetig wachsenden Bedeutung von Mikrotechnologien wurde 2001 im Rahmen eines Projekts  mit der Fachhochschule Brandenburg das Konzept einer Mikrotechnologieausbildung entwickelt und erstmalig umgesetzt.

 

Projektergebnisse:   

Im Praktikum zur Mikrotechnologie an der Fachhochschule Brandenburg werden die in der Theorieausbildung erworbenen Kenntnisse durch jeden einzelnen Studierenden in nahezu allen technologischen Grundprozessen angewendet und durch eigenen technologische Arbeit vertieft, ohne dabei anzustreben, Funktionsbauelemente zu fertigen.  Dabei wird ganz klar das Ziel einer großen Nähe zu den Prozessen, im Sinne „Mikrotechnologie praktisch erleben“, verfolgt.

Im Rahmen der praktischen Arbeit, die in Gruppen mit 3-5 Studierenden erfolgt, führt jeder Studierende die technologischen Prozesse zur Erzeugung von Strukturen bis zu einer minimalen Grösse von 1/1000 mm und Erzielung von Strukturgenauigkeiten im Bereich von 1/10000 mm an einem eigenen Siliziumwafer durch. An den erzeugten Mikrostrukturen ist damit für jeden Studierenden die Qualität seiner Arbeit erkennbar. Dies motiviert die Studierenden sehr stark für eine engagierte und sehr genaue Arbeit. Der Technologieprozess wird dabei in der logischen Reihenfolge durchlaufen. Zu Beginn erfolgt der Maskenentwurf mit Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung des Layout. Danach werden mit Hilfe der Dünnschichttechnologie isolierende und metallische Schichten auf dem Wafer abgeschieden und im nachfolgenden Photolithographie- und Ätzprozess strukturiert. Die Arbeit im Technologieprozess wird dabei durch Versuche zur Reinraumtechnolgie mit dem Ziel ergänzt, dass die Studierenden Fehlereinflüsse z.B. durch Staubpartikelgeneration auf dem Wafer während des Prozesses in Abhängigkeit von der Reinraumklasse oder Verwendung von Wasser unterschiedlicher Reinheit im Technologieprozess vermittelt werden.

Die Studierenden bewerten den Erfolg und analysieren Fehlerursachen einzelner technologischer Schritte durch die Anwendung prozessbegleitender Messtechniken an einem zusätzlich selbst erzeugten Prozesswafer.

Das Programm der praktischen Ausbildung wird durch eine eintägige exemplarische Vertiefung  in einem speziellen technologischen Grundprozess im Rahmen eines Wahlpflichtversuchs für jede Gruppe abgerundet.

Die erzielten Ergebnisse werden durch die Studierenden aufbereitet und im Rahmen einer Projektpräsentation am Ende des Praktikums vorgestellt.

2) Weiterentwicklung von Geräten zur emissionsgradkompensierten

     Temperaturmessung an Metalloberflächen

 

Projektträger:                       VIR[*]-Projekt der EU, Raytek GmbH

 

Projektleitung:                      Prof. Dr. sc. nat. K.-P. Möllmann

 

Mitarbeit:                              Prof. Dr. sc. techn. H. Loose, Dipl.-Phys. N. Lutz,

Dr. rer. nat. F. Pinno

 

Partner/Kooperation:          IiFE a. d. FHB

Raytek GmbH Berlin

                                               VAW aluminium AG, Bonn

Corus, Ijmuiden, Niederlande,

Pechiney, Frankreich

 

Laufzeit:                                01.09.2001 – 28.02.2002

 

Finanzierung:                       Raytek GmbH

 

Projektbeschreibung:

Die genaue Kenntnis der Temperatur während der Herstellung und Verarbeitung von Aluminium und Aluminiumlegierungen ist von besonderer Bedeutung, da wichtige Werkstoffeigenschaften durch die thermische Behandlung bestimmt werden. Aufgrund hoher Geschwindigkeiten im Verarbeitungsprozess (bis 200 km/h bei Bandprozessen) ist eine berührungslose Temperaturmessung notwendig. Im Rahmen des Projekts wurde eine emissionsgradkompensierte, radiometrische Messung der Oberflächentemperatur entwickelt.

(siehe auch wissenschaftlichen Beitrag „Radiation Thermometry on Aluminium“)

 

Projektergebnisse:

Im Rahmen des Projekts wurde ein Stand bei der Entwicklung von Geräten zur emissionsgradkompensierten Temperaturmessung an Metalloberflächen erreicht, der eine Messgenauigkeit der Temperaturmessung von + 2 Grad im Temperaturbereich 70 – 2000C  und von + 10 Grad im Temperaturbereich 200 – 5000C bei Emissionsgraden  > 0,02 ermöglicht.

Die Ergebnisse dieses Projekts wurden auf der Hannover-Messe 2002 präsentiert.

 

 

3) EDWARD - Etching, Deposition, Wiring - Application

     Research for new Devices”

 

Projektträger:                       AiF, FUEGO, iris GmbH Berlin

 

Projektleitung:                      Prof. Dr. sc. nat. K.-P. Möllmann

 

Mitarbeit:                              Dr. rer. nat. T. Trull, Dr. rer. nat. F. Pinno

S. Wolf

Partner/Kooperation:          iris GmbH Berlin                                          

 

Laufzeit:                                01.01.2001 – 31.12.2002

 

Finanzierung:                       FUEGO, iris GmbH

 

Projektbeschreibung:

Die iris-GmbH entwickelt und fertigt thermische Infrarotdetektoren für den Spektralbereich 8-14 µm. Diese Detektoren werden in Sensoren für die Personenzählung und  Türraumüberwachung eingesetzt.  Die verwendeten Detektoren verfügen über 6-8 pyroelektrische Infrarotelemente. In den Detektor ist eine einfache Abbildungsoptik integriert.

Es gibt verschiedene thermische Infrarot-Empfängertypen. Allen gemein sind einige Grundsätze für das Erreichen hoher Signal-Rauschverhältnisse (charakterisiert durch die spezifische Nachweisempfindlichkeit oder .Detektivität) Die IR-Empfängerelemente müssen eine geringe thermische Masse und eine geringe thermische Kopplung mit ihrer Umgebung aufweisen.

Mit dem Projekt EDWARD will sich die iris GmbH in Kooperation mit der FHB die Grundlagen

der Erzeugung von Absorptionsschichten und dreidimensionaler Strukturierungsverfahren für eine neue Generation von thermischen Infrarotsensoren erarbeiten. Die FH Brandenburg bietet der iris-GmbH eine geeignete technologische und wissenschaftliche Basis: Hierwurde im Fachbereich Technik im Studiengang Physikalische Ingenieurwissenschaften in den vergangenen Jahren der Bereich Vakuumbeschichtung und  Fotolithografie mit dem Ziel geschaffen, um sowohl in der Lehre als auch für die angewandte Forschung und Entwicklung wesentliche Beiträge leisten zu können. Im Rahmen des Projekts wurde Herr Dr. rer. nat. T. Trull für die Projektlaufzeit an die FHB delegiert.

 

Projektergebnisse:

Mit dem Projekt wurden technologische Vorarbeiten geleistet und verwertbare Resultate erzielt, die es ermöglichen, neue hochsensitive IR - Strahlungsbolometer zu entwickeln.

So konnten Absorberschichten auf der Basis von Interferenzschichten realisiert werden, die zu einer deutlichen Empfindlichkeitssteigerung von IR – Strahlungssensoren führen, ohne die Zeitkonstante negativ zu beeinflussen.

Mit der Entwicklung eines anisotropen nasschemischen Ätzverfahrens konnte eine dreidimensionale Si – Strukturierung entwickelt werden. Im Ergebnis konnten spannungsfreie SiO2 – Schichten mit einer Dicke von 500nm als Membranen, die über 16µm breite, freistehende SiO2 - Streifen mit dem Substrat verbunden sind, erzeugt werden. Damit sind wesentliche technologische Voraussetzungen für die Entwicklung von hochsensitiven Mikrobolometern erreicht worden.

 

 

4) Methodikqualifizierung für analytische Untersuchungen“

 

Projektleitung:                      Prof. Dr. sc. nat. K.-P. Möllmann,

Mitarbeit:                              Dr. rer. nat. T. Trull

Partner/Kooperation:          Gesellschaft für Umweltforschung und –Analytik mbH Berlin     

Laufzeit:                                01.04. – 30.06.2000

Finanzierung:                       Gesellschaft für Umweltforschung und –Analytik mbH Berlin

 

Projektbeschreibung:

Die GUT – Analytik führt analytische Untersuchungen im Bereich der Infrarot-fouriertransformspektrometrie durch. Im gemeinsamen Vorhaben wurden Fragestellungen zur weiteren Methodikqualifizierung bearbeitet. Im Mittelpunkt standen dabei:

-          spektrale Auflösung und Nachweisempfindlichkeit,

-          Einsatz von ATR-Techniken in der Analyse,

-          Auswahl von Materialien für ATR-Kristalle.

 

Projektergebnisse:

Die Projektergebnisse wurden vom Industriepartner direkt in die analytischen Untersuchungsmethoden eingearbeitet.

 

 

5) Maximierung der Absorption im Bereich des MIR“

 

 

Projektträger:                       ASI GmbH Berlin

 

Projektleitung:                      Prof. Dr. sc. nat. K.-P. Möllmann

 

Mitarbeit:                              S. Wolf

 

Partner/Kooperation:          ASI GmbH Berlin

                                              

Laufzeit:                                01.09.2001 – 30.11.2001

 

Finanzierung:                       ASI GmbH

 

Projektbeschreibung:

Pyroelektrische Strahlungsdetektoren auf der Basis von LiTaO3 ohne Absorberschicht zeigen einen grossen Empfindlichkeitsverlust (grösser 50 %) infolge der Reflexionsverluste. Daraus ergab sich das Ziel des Projekts, die Maximierung der Absorption im Bereich 5 – 20 µm Wellenlänge durch ein Absorberschichtsystem.

Im Projekt wurden über Simulationsrechnungen optimale Schichtsysteme bestimmt. So erwies sich ein Mehrfach- Interferenzschichtsystem auf der Basis von Cr/CrN/ZnS bzw. SiO2 als besonders vielversprechend.

Im Rahmen technologischer Untersuchungen wurden solche Schichtsysteme erzeugt und bezüglich der spektralen Infrarotreflexion bewertet.  Mit den Ergebnissen der Reflexionsuntersuchungen erfolgte eine Optimierung der dünnschichttechnologischen Prozesse.

 

Projektergebnisse:

Im Ergebnis der technologischen Schichtsystemoptimierung konnten Schwarzschichten mit einer Absorption von 98% bei der Zielwellenlänge von 10µm reproduzierbar erzeugt werden. Mit den im Projekt entwickleten Schwarzschichten, wurden pyroelektrische Detektoren aufgebaut. Dabei konnte für Detektoren bei 10 µm eine verdoppelte Empfindlichkeit bei gleicher Zeitkonstante und für empfindliche Detektoren im 8 – 14 µm Spektralbereich ein um 20% höhere Empfindlichkeit nachgewiesen werden.

 

 

6) Ellipsometrische und spektrometrische Bewertung von beschichteten Proben

 

 

Projektträger:                       ASI GmbH Berlin

 

Projektleitung:                      Prof. Dr. sc. nat. K.-P. Möllmann

 

Mitarbeit:                              S. Wolf

 

Partner/Kooperation:          ASI GmbH Berlin                                        

 

Laufzeit:                                01.09.-31.10.2001

 

Finanzierung:                       ASI GmbH

 

Projektbeschreibung:

Im Rahmen von technologischen Schicht- und Schichsystementwicklungen wurden ellipsometrische und spekrometrische Messungen im UV-VIS-NIR und MIR durchgeführt.

 

Projektergebnisse:

Die Ergebnnisse der Analysen, insbesondere der Transmission und der Reflexion vom UV-Bereich bis in das MIR (bis 25µm Wellenlänge) führten zu einer Optimierung der Schichtsysteme hinsichtlich der Dicke der Einzelschichten, der Prozessparameter bei der Abscheidung der Schichten und fanden somit direkten Eingang in die technologischen Entwicklungsarbeiten des Kooperationspartners.

 

 

7) Einsatz infrarotspektrometrischer Methoden zur on-line  Analyse von 

    Kalkablagerungen in wasserführenden Rohrleitungen (Stichwort: 

     Verkalkungsmonitoring)“

 

Projektleitung:                      Prof. Dr. sc. nat. K.-P. Möllmann,

Mitarbeit:                              Dr. rer. nat. T. Trull, Dr. rer. nat. H. Bittner

Partner/Kooperation:          GUT Analytik GmbH Berlin, G.E.R.U.S. mbH Berlin       

Laufzeit:                                01.09.1999 – 28.02.2001

Finanzierung:                       Verbundforschungsförderung des MWFK, Land

Brandenburg; HSPIII

 

Projektbeschreibung:         

Kalk in Rohrleitungen macht diese wegen der zunehmenden Querschnittsverengung mit der Zeit unbrauchbar. Die dadurch verursachten Schäden an Rohrleitungsnetzen sowie an allen daran angekoppelten Aggregaten sind enorm hoch. Zur Verhinderung dieser Verkalkung wurden und werden Geräte zur physikalischen Wasserbehandlung entwickelt. Deren Wirkung und Nutzen können bisher aber nicht quantitativ erfasst werden. Die im Projekt verfolgte Idee eines Messverfahrens besteht darin, dass sich der abscheidende Kalk gleichermaßen auch auf einer kleinen Testfläche abscheidet, die permanent optisch-spektroskopisch und ohne Störung des Betriebs überwacht wird.  Ziel des Projekts war somit die Entwicklung und Erprobung eines Messverfahrens mit FTIR – ATR – Technik. Dabei wurden folgende Fragestellungen untersucht:

-          Ermittlung von geeigneten Messparametern für Kalk, insbesondere CaCO3,

-          Prüfung der Machbarkeit eines auf der Technik der „Abgeschwächten TotalReflexion“ (ATR) basierenden Infrarot- Messverfahrens

-          Festlegung und Durchführung von Basisexperimenten, die die Eignung des Verfahrens für ein Verkalkungsmonitoring eindeutig beweisen.

Die ursprüngliche Zielstellung, mit dem entwickelten Messverfahren Geräte zur physikalischen Wasserbehandlung zu testen, konnte nicht erreicht werden, da das Projekt aufgrund der drastischen Kürzung der Verbundforschungsmittel nur im Jahr 1999 gefördert wurde. Im Jahr 2000 standen nur 25% der ursprünglich geplanten Mittel für die Projektbearbeitung aus HSPIII zur Verfügung. Trotz der äusserst vielversprechenden Ergebnisse konnte deshalb das Ziel, die Voraussetzungen für eine Geräteentwicklung zu schaffen, im Projekt nicht erreicht werden. Die notwendige Reduzierung der Projektziele führte zu einem von den KMU nicht tragbaren wirtschaftliche Risiko für eine Geräteentwicklung.

 

Projektergebnisse:

Im Rahmen des Projekts konnte die Eignung des Messverfahrens nachgewiesen werden.

Der Bereich der asymmetrischen 3 - C-O-Streckschwingungsbande kann für ein empfindliches Messverfahren dünnster Kalkschichten mit Dicken vom Submikrometerbereich an aufwärts ohne Störung durch Wasser genutzt werden. Denkbar ist eine Ausprägung der Apparatur als ein nichtdispersives ATR-Photometer mit einem einfachen pyroelektrischen 2- Kanaldetektor. Im Quotientenverfahren misst Kanal 1 die Reflexion im Wellenzahlebereich der 3 – Bande von ca. 1565 – 1320 cm-1 und ein Kanal 2 die reflektierte Intensität in einem nahen absorptionsfreien Spektralbereich , z.B. zwischen 2750-2500 cm-1. Die Spektralbereichsselektion erfolgt durch Schmalbandfilter mit relativ geringen Anforderungen an ihre Halbwertsbreite, die bei 10 % der wellenlänge mit maximaler Transmission liegen kann. Als ATR-Element kann ein Germaniumkristall mit etwa 4-10 Reflexionen verwendet werden.

 

 

8) Untersuchungen zu thermischen Reflexionen und Emissionsgradstandards für die Thermographie (aFuE)

·         Projektleitung: Professor Michael Vollmer, Prof. Klaus-Peter Möllmann

·         Mitarbeit: F. Pinno, N. Lutz, D. Karstädt, S. Henke

·         Programm: Angewandte Forschung und Entwicklung an Fachhochschulen (aFuE)

·         Laufzeit 01.02.2003. bis 31.10.2004, Abschlussbericht fällig zum 30.4.2005

·         Projektbeschreibung

Gesamtziel des Vorhabens war es einerseits, eine Methode zur schnellen und sicheren Charakterisierung von thermischen Reflexionen in der Thermographie zu entwickeln und andererseits Emissionsgradstandards zu entwickeln bzw. zu charakterisieren, welche ggf. zur Eichung von in der Praxis verwendeten Sekundärnormalen (Lacke etc.) eingesetzt werden können.

·         Projektergebnisse

Im ersten Teilprojekt wurden erfolgreich Methoden entwickelt, um eine Unterdrückung thermischer Reflexionen in der Praxis zu realisieren (vergl. wiss. Beitrag).
Im zweiten Teilprojekt  wurden Emissionsgradstandards projektiert, hergestellt und vermessen. Die experimentell ermittelten Eigenschaften wurden mit den theoretischen Erwartungen verglichen. Eine endgültige Bewertung beider Teilprojekte wird im Abschlußbericht erfolgen.

 

9) UV-VIS-NIR Spektrometer

·         Projektleitung: Professor Michael Vollmer, Prof. Klaus-Peter Möllmann

·         Finanzierung : HBFG und EFRE

·         Die Anschaffung des beantragten Großgeräts UV-VIS-NIR Spektrometer Lambda 900 mit Zubehör der Firma Perkin Elmer erfolgte im November 2003.   .

·         Projektbeschreibung
Die Anschaffung des Gerätes sollte zum einen technologische Forschungsarbeiten der Arbeitsgruppe hinsichtlich einer die Bedampfungstechnik begleitenden Analytik überhaupt erst möglich machen sowie vorhandene Analytik wesentlich verbessern. Zum anderen wird während des Studiums der Physikalischen Technik an der Fachhochschule Brandenburg  optische Spektralphotometrie in vielen Bereichen der Lehre eingesetzt. Dies war bislang nur sehr eingeschränkt für den sichtbaren Spektralbereich möglich. Aufgrund der Modularität des Probenraums können mit dem beantragten Gerät sowohl Transmissions- als auch Reflexionsmessungen unter variablen Winkeln durchgeführt werden.

·         Projektergebnisse

Im Bereich der Dünnschichttechnologie hat sich das neue UV-VIS-NIR Gerät in hervorragender Weise bewährt. Bislang wurden u.a. Reflexions- und Transmissioneigenschaften dünner aufgedampfter Schichten sowie wafer analysiert. Deren Eigenschaften wurden in Laborpraktika vor der Bedampfung auch berechnet, so dass ein direkter Bezug zwischen Simulation, Aufdampfprozess und Analytik erfolgte.  Es ist geplant, das Gerät ggf. zu einem spektroskopischen Ellipsometer aufzurüsten.

 

10)    Thermische Empfänger für eine Aktiv – Passiv – Technologieanwendung (APTA)

·        Projektleitung: Prof. Klaus-Peter Möllmann

Ergebnisse des Projekts waren die Erarbeitung von Beiträgen zum Entwurf und der Optimierung von Teststrukturen sowie zur Realisierung und Bewertung von Teststrukturen für thermische Strahlungsempfänger.

 

11)    Mikrobolometerstrukturen style='mso-bidi-font-weight:normal'>

Im Rahmen des Projekts wurden IR-Absorberschichtsysteme für Bolometer, SiO2-Schichten für die mikrotechnologische Membranfertigung sowie Kontaktmetalle für die Bolometerkontaktierung entwickelt und optimiert. Darüber hinaus wurden der Temperaturkoeffizient des elektrischen Widerstands der Bolometerstruktur und die Kontaktwiderstände messtechnisch charakterisiert. Die Ergebnisse sind unmittelbar in die laufende Mikrobolometerentwicklung der iris GmbH eingeflossen.

 

12)    MANO – Mikrosystemtechnikausbildung in Nordostdeutschland

Ziel des geförderten regionalen Netzwerks „MANO“ ist das Vorantreiben und die Verbesserung der Aus- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Mikrosystemtechnik.

Die FH Brandenburg hat im Rahmen des Projekts praktische Ausbildungsmodule  für Aus- und Weiterbildung im Bereich der Mikrotechnologie entwickelt und praktisch erprobt (mit Studenten der FH, Studierenden der Siemens Technik Akademie und Umschülern „Mikrotechnologie“ der Siemens AG. Darüber hinaus wurde die Konzeption für ein postgraduales, weiterbildendes Masterstudium als duales Angebot mit der regionalen Industrie entwickelt. Der Studiengang soll kooperativ im Verbund mit dem Netzwerkpartner FHTW Berlin durchgeführt werden. Ein entsprechender Antrag zur Förderung der Schaffung eines Qualifizierungsverbundes zur Einrichtung eines dualen Modellstudiengangs „Master of Microsystems Engineering“ wird beim BMBF im 1. Quartal 2005 gestellt. Der Start dieses Studiengangs ist zum Sommersemester 2006 geplant.

 

13)    Temperaturmessung an hochreflektierenden Leichtmetalloberflächen – New ART

Ziel des Projektes war die Entwicklung eines Messsystems zur berührungslosen Temperaturmessung an hochreflektierenden Leichtmetalloberflächen im Rahmen eines durch die EU geförderten Projektes im Verbund mit führenden europäischen Aluminiumproduzenten (siehe wiss. Beitrag im Forschungsbericht 2000-2002, S. 41)

Das Projekt wurde mit Tests des entwickelten Messystems unter industriellen Bedingungen erfolgreich abgeschlossen. Die erzielten Ergebnisse werden in eine Geräteentwicklung bei der Raytek GmbH einfliessen.

 

14) Untersuchungen zur Thermographie

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann, Prof. Dr. rer. nat. habil.  Michael Vollmer

·         Mitarbeit: Dr. rer. nat. F. Pinno, Dipl.-Ing (FH) D. Karstädt

·         Projektbeschreibung

In Fortführung eines aFuE Forschungsprojekts (Abschlussbericht erfolgte zum 30.4.2005, vergl. Forschungsbericht 2003-2004) wurden diverse kleinere Projekte im Bereich der IR Bildgebung durchgeführt. Gesamtziel aller Vorhaben war es verbesserte Methoden zur sicheren Charakterisierung von Infrarotbildern in der Thermographie zu entwickeln.
Ende 2005 wurde ein HBFG-Antrag für die Einrichtung eines Nah-IR-Messplatzes gestellt.

·         Projektergebnisse (siehe auch Forschungsbericht 2003-2004)

Es wurden erfolgreich Methoden entwickelt, um den Einfluss diverser kritischer Einflussgrößen in der Thermographie zu untersuchen. Hierzu zählen ein genaues Verständnis der räumlichen und thermischen Auflösung, das Verhalten bei kritischen Applikationen wie die Probleme bei hochreflektierenden Materialien und auch der Einfluss von Gasen auf Messergebnisse (vergl. Publikationsliste). Der Erfolg zeigt sich u.a. in der wiederholten Einladung zu Vorträgen auf internationalen Tagungen (DFG geförderte Reisen).

 

 

15) Mikrobolometer

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann

·         Mitarbeit: Dr. rer. nat. T. Trull (Drittmittel), Dr. rer. nat. F. Pinno, S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: iris GmbH Berlin

·         Laufzeit: 03/05 – 12/06

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Im Rahmen des Projekts wurden Beiträge zur Entwicklung des technologischen Fertigungsprozesses für Mikrobolometer auf der Basis von Silizium-Volumenmikromechanik erbracht. Mit ersten Funktionsmustern konnte die prinzipielle technologische Realisierbarkeit nachgewiesen werden.

 

16) MANO-Mikrosystemtechnikausbildung in Nordostdeutschland

·         Projektleitung (Teilprojekt FHB): Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann

·         Mitarbeit: Dipl.-Phys. N. Lutz, Dr. rer. nat. F. Pinno, S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: BMBF

·         Laufzeit: 12/02 – 12/05

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Im Rahmen des Teilprojekts der Fachhochschule Brandenburg wurden Lehrmodule für die Aus- und Weiterbildung im Bereich Mikrotechnologie entwickelt und erprobt. Im Rahmen einer Weiterbildung an der FHB wurden  Lehrer, die als Multiplikatoren die Mikrosystemtechnik stärker in die Schulen tragen sollen, an der FHB qualifiziert. Gemeinsam mit anderen Netzwerkpartnern wurden die Möglichkeiten für  einen kooperativer, postgradualer und weiterbildender  Masterstudiengang „Microsystems Engineering“ für die Netzwerkregion analysiert.

 

 

17) Charakterisierung von Mikrobolometern

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann

·         Mitarbeit: Dr. rer. nat. T. Trull (Drittmittel),  S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: Raytek GmbH

·         Laufzeit: 12/05 – 12/06

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Gemeinsam mit der Raytek GmbH wurden Verfahren zur Bewertung von Sensorparametern technologisch realisierter Mikrobolometer entwickelt und erprobt.     

 

18) Taktiles Profilometer Dektak 8 und optisches Profilometer NT 1100 von VEECO

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann

·         Finanzierung : HBFG und EFRE

·         Zeitpunkt: 12/05

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Mit der erfolgreichen Realisierung des HBFG-Projekts konnten zwei Profilometer für die Mikrotechnologie in Betrieb genommen werden. Mit diesen modernen Geräten ist es nun möglich, das Profil von Oberflächen mit einer Auflösung von 0,1 nm zu vermessen. Damit gestatten diese Geräte eine moderne prozessbegleitende Analyse in der Mikrotechnologie aber auch die Charakterisierung optischer und nanostrukturierter Oberflächen.

 

 

19) MANO II-Mikrosystemtechnikausbildung in Nordostdeutschland

·         Projektleitung (Teilprojekt FHB): Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann

·         Mitarbeit: Dipl.-Phys. N. Lutz, Dr. rer. nat. F. Pinno, S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: BMBF

·         Laufzeit: 01/06 – 12/07

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Das BMBF fördert die Fortsetzung der erfolgreichen MANO-Netwerkarbeit für weitere zwei Jahre. Die FH Brandenburg arbeitet im Netzwerk aktiv mit und leitet die Arbeitsgruppe Studium und Weiterbildung. Im Ergebnis der Projektarbeit wurde ein Angebotskatalog mit praktischen Aus- und Weiterbildungsmodulen im Bereich Mikrotechnologie für externe Nutzer erstellt. Die Module wurden erfolgreich im Rahmen einer Weiterbildung für Ausbilder und Berufschullehrer (Ausbildungsberuf: Mikrotechnologe) erprobt. 

 

 

20) BMBF Wanderausstellung „Mikrowelten“ 28.08.-15.09.2006

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann, Dipl.-Phys. N. Lutz

·         Mitarbeit: Dipl.-Ing. (FH) T. Dorenburg, Dr. rer. nat. F. Pinno

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: BMBF, MANO

·         Laufzeit: 08 – 09/06

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Drei Wochen wurde die Wanderausstellung „Mikrowelten“ des BMBF in der Maschinenhalle des Fachbereichs Technik gezeigt. Zahlreiche Besucher insbesondere viele Schülerinnen und Schüler nutzten die Gelegenheit, sich über die Mikrosystemtechnik, eine der wichtigsten Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts, zu informieren. Die während der Ausstellung angebotenen Vorträge „Reisen die Mikrowelten“ wurden von vielen Besuchern genutzt, um weitergehende Informationen über den Stand und die Perspektiven der Mikrosystemtechnik zu erhalten.

     

21)  Projekt zur Entwicklung und Vorbereitung eines binationalen Masterstudiengangs

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann

·         Mitarbeit: Professoren und wiss. Mitarbeiter der Studienrichtung Physikalische Technik

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: DAAD

·         Laufzeit: 09/06 – 08/07

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Gemeinsam mit der Universität Paisley wird ein dreisemestriger binationaler Masterstudiengang „Optical and Microsystem Technologies“ (MSc.) entwickelt. Nach dem ersten Semester an der FH Brandenburg wird das Studium im zweiten Semester an der Universität Paisley fortgesetzt. Die Masterarbeit kann im dritten Semester an der FH Brandenburg oder der Universität Paisley angefertigt werden. Der akademische Grad Master of Science wird von beiden Hochschulen als double degree verliehen. Das modularisierte Studium wird auf Tätigkeiten in forschungs- u. entwicklungsnahen Bereichen im Grenzbereich zwischen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Einsatzgebieten vorbereiten. Eine Vertiefung erfolgt in den Gebieten Mikrosystemtechnik und Optische Technologien/ Lasertechnik.

 

22) Rasterelektronenmikroskop JSM-6490 mit EDX-System

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann

·         Finanzierung : HBFG und EFRE, Drittmittel aus Projekten in der Physikalischen Technik

·         Zeitpunkt: 12/06

·         Projektbeschreibung und –ergebnisse:

Mit der erfolgreichen Realisierung des HBFG-Projekts wurde ein Rasterelektronenmikroskop der Firma Jeol im Laborbereich der Mikrostrukturtechnik installiert. Mit seiner Auflösungsgrenze von drei Nanometern, der Elementanalysemöglichkeit mittels energiedispersiver Röntgenanalytik (EDX) und der Möglichkeit des Niedervakuumbetriebs zur Untersuchung wasserhaltiger bzw. nicht-leitender Proben entspricht das neue REM neuesten Standards. Die hervorragende Ausstattung macht den Einsatz in vielen Bereichen möglich und qualifiziert nachhaltig die Arbeiten im Bereich der Mikro- und Nanotechnologie an der FH Brandenburg

 

 

23) „MikroSingle“ (ProInno II-Projekt)

 

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann  (Teilprojekt der FHB)

·         Mitarbeit: Dipl.-Ing.(FH) T. Dorenburg, S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: AIF/ iris GmbH Berlin, OUT e.V. Berlin / BMBF

·         Laufzeit: 01/07 – 12/08

 

 

24) Technologiebegleitende Untersuchungen an Mikrobolometern

 

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann 

·         Mitarbeit: Dr. rer. nat. F. Pinno, S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: iris GmbH Berlin

·         Laufzeit: 01/07 – 12/08

 

 

25) Spektrometrische, optische, profilometrische und elektronenmikroskopische

      Untersuchungen für den Technologieprozess

 

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann 

·         Mitarbeit: Dr. rer. nat. F. Pinno, S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: Johanna Solar Technology GmbH, Brandenburg

·         Laufzeit: 08/07 – 12/07

 

 

26) Analytische Untersuchungen in der Entwicklung von Solarzellen

 

·         Projektleitung: Prof. Dr. sc. nat. Klaus-Peter Möllmann 

·         Mitarbeit: S. Wolf

·         Projektträger/Partner/Finanzierung: PVflex GmbH, Fürstenwalde

·         Laufzeit: 02/08 – 12/08